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Ein Flachablageschrank der Superlative - etwas Großes kommt ins Ländle

 

Zielsicher steuert ein riesiger LKW rückwärts auf den Hof des im Januar 2011 eröffneten Stadtarchivs Stuttgart im Veielbrunnenweg am Rande des Wohngebiets von Stuttgart-Bad Cannstatt. Die außergewöhnliche Fracht: Ein Flachablageschrank der Superlative. Mit 3 m Breite und 2 m Tiefe sprengt er wohl alle Vorstellungen über einen 'normalen' Plan-/ Flachablageschrank.  

 

 

Aufgeteilt in zwei Module (ein Ober- und ein Untermodul) und ausgestattet mit insgesamt 11 Schubladen hat dieser Schrank eine Höhe von ca. 1,07 m. Aufgrund der Herstellung aus technisch anodisierten Aluminium-Profilen und -Platten beträgt das Gesamtgewicht des Schrankes nur 630 kg. Jede Schublade ist ausgelegt für eine Belastung von maximal 70 kg - bei einer lichten Innenhöhe von 46 mm und einer Nutzfläche von 5,25 qm. Das ergibt eine beeindruckende Gesamtnutzfläche von 57,75 qm.

 Diese Ausmaße bedurften einer sorgfältigen Planung und Durchführung, nicht nur beim Bau und Transport des Schrankes durch unsere Partnerfirma REGIS, sondern auch bei der ÜberprÜfung der Durchgangswege und des Aufstellortes im Stadtarchiv.

 

 

Beim Bau wurde besonderes Augenmerk auf die Statik des Schrankes und der Schubladen gelegt. Diese dürfen sich auch unter Volllast nicht nach unten biegen und so evtl. Lücken zwischen den einzelnen Laden bilden, genauso musste das Ineinandergreifen und gleichzeitige Herausziehen mehrerer Schubladen verhindert werden.

 

  Das Problem wurde durch Abspannungen und einen speziellen Sandwichboden gelöst. Auch bei Transport und Anlieferung hatten wir die besonderen örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. So war zwar eine Anfahrrampe am Gebäude vorhanden, aber diese konnte nicht direkt durch den LKW angefahren werden. Deshalb wurde von uns ein Fahrzeug mit Stapler zur Anlieferung geordert und so konnte die riesige Holzkiste zum Entladen an die Rampe transportiert werden.  

 

Das Ausmessen der Transportwege, welches die Mitarbeiter des Stadtarchives im Rahmen der Planung und Vorbereitung erledigt hatten, war entscheidend für das Gelingen des Vorhabens, denn die Schrankteile mussten über einen Aufzug in die erste Etage und anschließend durch abgewinkelte Flure zum Aufstellort transportiert werden. Es zeigte sich, dass hier hervorragend und genauestens geprüft wurde, denn der Schrank konnte, auch wenn nur wenige Millimeter Platz blieben, ohne Probleme im Haus transportiert und aufgestellt werden. Nun können die vielen Pläne und Urkunden, deren Formate nicht in die gängigen Flachablageschränke passen, archivgerecht aufbewahrt werden.

 

Wir danken dem Stadtarchiv Stuttgart für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen viel Freude mit dem 'Flachablageschrank der Superlative'.

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